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Dr. Schweitzer
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April 2019 – Implantate trotz Parodontitis?

Grundlage für eine langfristig erfolgreiche Implantatbehandlung ist gesundes Zahnfleisch und ein gesunder Zahnhalteapparat (Zahnbett). Daher sollte eine vorhandene Parodontitis vor dem Einsetzen von Implantaten auf jeden Fall erfolgreich und ausreichend behandelt werden. Egal ob Implantate geplant sind oder nicht: Im Anschluss an die Behandlung muss eine regelmäßige unterstützende Parodontitistherapie (UPT) erfolgen, denn Parodontitis ist eine chronische Entzündung, die immer wieder auftreten kann.

Wie bei natürlichen Zähnen, so können auch im Umfeld von Implantaten entzündliche Prozesse entstehen. Diese sind einer Parodontitis ähnlich, werden bei Implantaten aber als Periimplantitis bezeichnet. Das Risiko dafür ist bei Patienten mit Parodontitis höher als bei anderen Patienten. Eine Periimplantitis gefährdet den stabilen Halt des bzw. der Implantate.

Tipps für eine erfolgreiche Implantatbehandlung

Für eine lange Lebensdauer von Implantaten ist insbesondere bei (ehemaligen) Parodontitispatienten eine sorgfältige Mundhygiene wichtig. Dabei geht es vor allem um die gründliche Entfernung von Zahnbelägen auf Zahnoberflächen, in Zahnzwischenräumen und am Zahnfleischrand.

Eine Periimplantitis entsteht oft, ohne dass Patienten deutliche Anzeichen wahrnehmen. Auch deswegen sind bei Implantaten regelmäßige Kontrolltermine (Check-ups) wichtig und darüber hinaus die regelmäßige professionelle Zahnreinigung. Deren Intervalle sollten enger gesetzt werden als bei anderen Patienten, um Bakterien keine Chance zu geben.

Fazit: Werden die genannten Aspekte beachtet, haben Implantate bei Parodontitispatienten eine nur leicht verminderte Erfolgsprognose im Vergleich zu anderen Patienten. Rauchen stellt zum Beispiel einen größeren Risikofaktor dar als eine behandelte Parodontitis.

 

Zur nächsten April-News: Zahnstein ist nicht nur unästhetisch